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Zumtobel unterstützt bei der Erfüllung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD)

Modernes, offenes Büro mit viel hellem Holz: Sichtbare Holzbalken und Säulen strukturieren den Raum, und mehrere Schreibtische mit Bürostühlen sind zwischen Regalen und grünen Zimmerpflanzen angeordnet. Große, vom Boden bis zur Decke reichende Fenster bieten einen Blick auf eine weitläufige Landschaft mit Wasser und bewaldeten Hügeln unter einem bewölkten Himmel.
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09.03.2026

  • Bis Mai 2026 muss die EU-Gebäuderichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive – EPBD) in nationale Gesetzgebung überführt werden.  
  • Zumtobel unterstützt Kunden bei der Umsetzung mit Beratung und Lösungen für Automatisierung, Sensorik und Dokumentation 
  • Sensorbasierte Lichtmanagementsysteme wie LITECOM von Zumtobel tragen zur Steigerung der Energieeffizinez, Dekarbonisierung und Digitalisierung von Gebäuden bei 
 
Bis Ende Mai 2026 müssen die EU-Staaten die EU-Gebäuderichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive – EPBD) in nationales Recht überführen. Dadurch ergeben sich neue Mindeststandards für die Energieeffizienz von Neubauten und Bestandsgebäuden. Bei den Nicht-Wohngebäuden müssen die energetisch ineffizientesten 16 Prozent des Bestands bis 2030 modernisiert werden; bis 2033 steigt diese Quote auf die schlechtesten 26 Prozent an. Die Gebäudesanierung soll durch Investitionsanreize gefördert werden. 
Der Beleuchtung kommt innerhalb der EPBD-Richtlinie eine zentrale Rolle zu. Zumtobel positioniert sich für Eigentümer und Planer als starker Beratungs- und Umsetzungspartner in den Bereichen Automatisierung, Sensorik und Dokumentation. Das Portfolio umfasst Leuchten, Lichtinfrastruktur und Lichtmanagementsysteme, die die Anforderungen der EPBD in konkrete Lösungen übersetzen: energieeffizient, smart und menschenzentriert. Darüber hinaus stellt Zumtobel Leistungs- und Lebenszyklusdaten zur Verfügung, die als Grundlage für rechtskonforme Planungen dienen. 
Lichtmanagement im EPBD-Kontext 
In Bezug auf Beleuchtung nennt die EPBD Energieeffizienz, Raumklimaqualität (IEQ: Indoor Environmental Quality) sowie den Smart Readiness Indicator (SRI) als zentrale Faktoren. Der SRI adressiert die Integration von Steuerung, Datenanalyse und Monitoring in das Gebäudeautomationssystem, die sensorbasierte Regelung nach Anwesenheit und Tageslicht, deren regelmäßige Überprüfung bis hin zu Predictive Maintenance. Die EPBD-Dokumentation erwähnt Beleuchtung explizit im Kontext der empfohlenen Integration in das Gebäudeautomationssystem und nennt Daten zur Lebenszyklusberechnung inklusive des Treibhauspotenzials als Bausteine der Nachweisführung. 
Mithilfe des intelligenten sensorbasierten Beleuchtungsmanagementsystems LITECOM von Zumtobel können diese Anforderungen umfassend erfüllt werden. Das individuell anpassbare System ermöglicht es, Energieeinsparungen zu erzielen, den visuellen Komfort zu erhöhen sowie die Betriebskosten zu senken. Mit intelligenter Sensorik und moderner Steuerungstechnologie wird Licht nur dann eingesetzt, wenn es wirklich gebraucht wird – abgestimmt auf Sehaufgabe, Tageslicht und anwesende Personen - nach Bedarf stufenlos gedimmt.  
„Intelligent gesteuerte, sensorbasierte Lichtlösungen sind zentral für die Erfüllung der EPBD-Vorgaben – sie können zum Werterhalt eines Gebäudes beitragen, den Energieverbrauch senken und die Lichtqualität verbessern“, sagt Sebastian Gann, Zumtobel Group Sustainability Director. 
Zur Planung einer EPBD-konformen Beleuchtung bietet die Richtlinie EN 12464-1 eine gute Basis. Diese beschreibt die Anforderungen an Beleuchtungsstärken, Lichtqualität (Farbwiedergabe), Gleichmäßigkeit und Blendungsbegrenzung.  Zusätzlich kann LITECOM anhand von Sensoren präzise feststellen, wie viel Tageslicht verfügbar ist, ob Blendschutz benötigt wird, und wie viel Kunstlicht nachzuführen ist. LITECOM bietet dafür vordefinierte Sequenzen im Einklang mit dem Tag-Nacht-Rhythmus. Beispielsweise entsteht durch eine dynamische Anpassung von Lichtfarbe und Intensität an den biologischen Rhythmus ein Lichtkonzept, das die Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt stellt (Human Centric Lighting: HCL). Tagsüber wirkt das Licht aktivierend, während es abends Beruhigung und Entspannung fördert und sich positiv auf den Schlaf auswirkt. 
Die EPBD sieht zudem vor, dass Nachhaltigkeit im Gebäude-Ressourcenpass dokumentiert wird. Notwendige Daten können schon heute von Zumtobel etwa durch Umweltproduktdeklarationen und die Auswertung der hauseigenen Circular Design Rules zur Verfügung gestellt werden. Im EPBD-Kontext heißt das: Beleuchtung wird dann zukunftsfähig, wenn sie als steuerbares, integrierbares und dokumentierbares System geplant wird, dessen Energieprofil im Betrieb nachvollziehbar ist und dessen Komponenten kreislauffähig sind.